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29.05.2005

Verfügbarkeit von TK-Anlagen


Wie kommt eine Verfügbarkeit von "5 nine", also 99,999% zu Stande, die bei TK-Anlagen angegeben wird?
Der Standard, nach dem diese Verfügbarkeit errechnet wird heißt: Telcordia (Bellcore) GR-512.
Die Verfügbarkeit von 99,999% bedeutet einen maximalen jährlichen Ausfall von etwas über 5 Minuten, für viele Firmen - zumindest außerhalb der Geschäftszeit - eine überzogene Verfügbarkeitsanforderung, denn sie kostet Geld.
Ein normaler ISDN-Anschluss wird vom Ortsprovider üblicherweise mit einer Verfügbarkeit von 98,5% angeboten, so daß eine Verfügbarkeit von 99,999% einer Gesamtlösung nicht mit allen Funktionen erreicht werden kann: 99,999% TK-Anlage * 98,5% Ortsanschluss = 98,499% Gesamtverfügbarkeit.
Der Standard definiert daher folgende Ausnahmen:
  • Stromausfall
  • Ausfall des Anschlussbetreibers (Telefonnetz)
  • Ausfälle von denen weniger als 64 Telefone betroffen sind
  • Ausfälle von weniger als 30 Sekunden
  • geplante Auszeiten
Eine solche Verfügbarkeit zu erreichen ist gar nicht so schwer, oder?
Im Kern wird also nur die Verfügbarkeit des Kerns der TK-Anlage mit der o.g. Verfügbarkeit angegeben, sollte eine einzelne Karte ausfallen - und damit beispielsweise 30 Telefone - zählt das bei der Ermittlung der Verfügbarkeit nicht mit.
Cisco hat sich unter: The five nine story dem Thema gewidmet und beschreibt, welchen Aufwand man treiben muss, um 99,999% Gesamtverfügbarkeit einer TK-Lösung zu erzielen.


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