Das Thema Voice over IP, kurz VoIP, leidet darunter, dass es mehrere Begriffe gibt, die leider immer wieder - auch von der sogenannten Fachpresse - vermischt werden. Meiner Meinung nach bietet sich an, die Begriffe stärker zu trennen und zwar noch folgenden Definitionen:

Voice over IP (VoIP) ist der Oberbegriff für Sprache in IP-Paketen. Sowohl IP-, als auch Internet-Telefonie fallen unter den Begriff VoIP, sind aber eben nicht das selbe.

IP-Telefonie ist die Möglichkeit das Datennetzwerk (LAN/WAN) auch für Telefonie zu nutzen. Dabei gibt es einen Server (Windows, Unix), der die Aufgaben einer TK-Anlage übernimmt - oft auch Softswitch genannt - und die Telefone, zwischen denen die Audiodaten fließen (Client-Server). Der Softswitch ist üblicherweise nur für den Verbindungsaufbau- und -abbau erforderlich.

Internet-Telefonie ist nutzt als Transportweg das Internet, eine schlechtere Sprachqualität wird dabei in Kauf genommen, weil die Kosten für das Gespräch üblicherweise wesentlich unter denen liegen, die ein klassisches Telefongespräch kosten würde. Manchmal wird auch der Begriff DSL-Telefonie verwendet.