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Windows Vista

Die nachfolgenden Informationen sind ein Auszug aus der 4. Auflage unseres Buches PC-Netzwerke. Den Text darf ich mit freundlicher Genehmigung von Galileo-Computing (external link) hier veröffentlichen.

Meine Erfahrungen beruhen auf der vorab verfügbaren Windows Vista Ultimate RC1 Version. Diese entspricht funktional der Version, die ab 2007 zu kaufen sein wird. Änderungen werden sich nur noch hinsichtlich erhöhter Systemstabilität, Geschwindigkeitsverbesserungen und Fehlerbeseitigung ergeben.

Vista Neuerungen im Überblick

Da Vista in vielen Bereichen Neuerungen bietet, werde ich eine Auswahl treffen und diese Ihnen hier vorstellen.

Die augenscheinlichen Neuerungen von Vista liegen insbesondere in der neuen Windowsoberfläche Aero, die auf Vectorgrafiken fußt und lediglich verwendet wird, wenn die Grafikkarte entsprechende Anforderungen unterstützt. So ist es möglich die geöffneten Anwendungen mittels Windows Flip3D dreidimensional hintereinander mit dem aktuellen Fensterinhalt anzuzeigen (vgl. Abbildung 1).

Flip-3D in Aktion, Quelle: Golem.de
Abbildung 1: Flip-3D in Aktion, Quelle: Golem.de

Es ist sicherlich richtig zu behaupten, dass mit der neuen Oberfläche insbesondere Privatkunden angesprochen werden. Ähnliches gilt auch für die Sidebar, auf der sogenannte Gadgets (Wetterbericht, Uhrzeit usw.) angeordnet werden können. Als Oberfläche kann eine der drei Varianten zum Einsatz kommen:

  • Classic  Entspricht der Oberfläche von Windows 2000.
  • Basic    Überarbeitete Oberfläche, ohne 3D-Effekte.
  • Aero     Neue Oberfläche mit 3D-Effekten, Glass usw.

Wichtige Neuerungen bietet der Bereich Sicherheit. Nach Aussagen von Microsoft ist Vista das erste Produkt, welches den neuen internen Sicherheitszertifizierungsprozess vollständig durchlaufen hat.

Den meisten Kontakt haben Sie als normaler Benutzer zu dem neuen Rechtekonzept User Account Control (kurz: UAC). Für die Änderung der Systemzeit waren bei Windows XP noch Administratorrechter erforderlich, ebenso für das Installieren von Programmen. Die weitgehende Beschränkung normaler Benutzer, die letztendlich dazu führte, dass fast alle Benutzer mit vollen administrativen Rechten auf einem PC arbeiteten ist bei Vista entfallen. Normale Benutzer können nicht nur die Uhrzeit umstellen, sondern auch Programme installieren, wenn diese nicht auf die Systemverzeichnisse zugreifen. Sind administrative Rechte erforderlich können diese für die Aktion zur Verfügung gestellt werden. Selbst wenn Sie als Benutzer mit administrativen Rechten arbeiten, werden Sie zu allen Vorgängen die administrative Rechte wirklich benötigten zusätzlich gefragt (vgl. Abbildung 2).

Vista UAC
Abbildung 2: ... die nervende Benutzerkontensteuerung.

Die Festplattenverschlüsselung BitLocker ist in den Vista Versionen Enterprise und Ultimate enthalten und setzt einen TPM-1.2-Chip voraus. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann die Systempartition inklusive der Auslagerungsdatei und den Daten des Ruhezustandes verschlüsselt werden. Das Ausbauen der Festplatte um an die Daten zu kommen ist damit weitesgehend wirkungslos. Obwohl alle Daten in Echtzeit verschlüsselt werden sind keine nennenswerten Performanceeinbußen zu erwarten.

Weitere Sicherheitsfunktionen bieten Defender (SpyWare-Schutz), Firewall und Jugendschutz, genauere Informationen finden Sie die jeweiligen Abschnitten des Buches.

Der Bereich Netzwerk wurde insgesamt deutlich umgestaltet, so gibt es statt getrennter Bereiche für Netzwerkeinstellungen und Datei-/Laufwerksfreigaben jetzt das Netzwerk- und Freigabecenter, zu dem Sie weitere Informationen ebenfalls im Buch finden.

Der Resourcenmonitor listet übersichtlich auf, was sonst ein netstat auf der Kommandozeile zeigen musste und fügt die Information hinzu, welche Anwendung wieviel Netzwerkverkehr erzeugt (vgl. Abbildung 3).

Vista Resourcenmonitor
Abbildung 3: Der Vista Resourcenmonitor.

Die bisher als gesonderte XP Version vermarktete MediaCenterEdition (MCE) ist jetzt bei Vista Home Premium und Ultimate enthalten. Mit dem Programm MediaCenter können Sie eine Medienbibliothek verwalten (Bilder, Musik, Video), anhören/anschauen oder Videos aufnehmen oder Mediadateien aus dem Internet einbinden (Stichwort: Video on Demand). Auch das Streaming von z.B. Videos auf den Fernseher ist mit von Microsoft MediaCenter Extender genannten Geräten möglich. Als Extender ist derzeit ausschließlich die XBox360 verfügbar, so dass ich keine ausführlichere Darstellung an dieser Stelle einbringen möchte.

Viele weitere Änderungen haben sich unter der Oberfläche von Vista vollzogen. So ist der TCP-IP-Stack komplett neu entwickelt worden und bietet neue Netzwerkfunktionen. Mit den Neuerungen kommt der Benutzer jedoch nicht in Berührung und ich möchte daher nicht auf Einzelheiten eingehen.

Online Quellen zu Windows Vista:


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